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Elektropolieren von Edelstahl und anderen Metallen

Wie funktioniert das Verfahren?

Einfach beschrieben handelt es sich bei der Elektropolitur um ein kontaktloses Verfahren zu Oberflächenglättung, Entgratung und Politur. Auch hier wird durch das Verfahren ein Teil der Oberfläche des Werkstücks entfernt. Durch den kontaktlosen Prozess ist die Elektropolitur unabhängig von Form und Größe des Werkstücks möglich. Das Verfahren funktioniert nach dem Prinzip der Elektrolyse. Für diesen Prozess bedarf es immer einer Anode und einer Kathode. Hier bildet das Werkstück die Anode und wird dementsprechend gepolt. Die Kathode bildet das Behältnis, in das der Gegenstand gehalten wird. In diesem Behältnis befindet sich eine Elektrolytflüssigkeit.

Taucht der Werkstoff nun in die Flüssigkeit ein und es wird gleichzeitig Spannung auf die Anode bzw. Kathode gegeben, kommt es zu einer Vielzahl kleiner Kurzschlüsse am Werkstück. Diese Kurzschlüsse führen zu einer Ionisierung oder Plasmabildung der obersten Materialschicht. Diese gelösten Teile nennt man jetzt Anionen. Sie bewegen sich nun von der Anode weg. Durch die genannten Schritte wird die oberste Materialschicht mit allen organischen oder anorganischen Verunreinigungen entfernt.

Für welche Materialien ist das Verfahren geeignet?

Es gibt noch nicht für alle Materialien entsprechende Elektrolyte, die eine Bearbeitung möglich machen würden. Für die meisten nicht rostenden Eisenmetalle und für eine Vielzahl an weiteren Metallen wurden bereits Verfahren entwickelt. Weitere Metalle, deren Bearbeitung in diesem Verfahren möglich ist, sind Messing, Kupfer, Chrom, Wolfram und Titan. Zudem ist die Bearbeitung der meisten Legierungen dieser Metalle ebenfalls möglich. Dienstleister wie Alube.de erledigen diese Arbeiten „im Lohn“.